Mossgarten in Kyoto

Reiseinfos

Etikette & Knigge

Höflichkeit ist in Japan kein Beiwerk, sondern Architektur des Alltags. Die wichtigsten Regeln – ohne Zeigefinger.

Acht Themen

Was du tun – und besser lassen solltest.

Schuhe

TuBeim Genkan (Eingangsbereich) ausziehen, mit der Spitze zur Tür stellen, bereitgestellte Hausschuhe nutzen.

LassAuf Tatami-Matten nie mit Hausschuhen. Toiletten-Slipper nicht mit ins Zimmer nehmen.

Onsen

TuVor dem Bad gründlich am Hocker duschen, Haare hochbinden, kleines Handtuch außerhalb des Wassers.

LassKeine Seife/Shampoo im Becken, kein lautes Reden, mit großen Tattoos lieber Privatbad buchen.

Tempel & Schreine

TuAm Tor leicht verbeugen, Hände & Mund am Chōzuya reinigen, leise sprechen, Schuhe vor Hallen ausziehen.

LassNicht durch die Mitte des Torii laufen (Götterweg), keine Fotos wo „No Photo“ steht, nichts berühren.

Essen & Trinken

TuItadakimasu vor, Gochisōsama danach. Schlürfen bei Nudeln ist erlaubt, sogar erwünscht.

LassStäbchen nie senkrecht in den Reis stecken, kein Essen direkt von Stäbchen zu Stäbchen reichen.

Geld & Zahlen

TuGeld in die kleine Schale legen statt direkt in die Hand. Visitenkarten mit beiden Händen reichen.

LassKein Trinkgeld – wird oft zurückgegeben oder als unhöflich empfunden.

Öffentlicher Raum

TuIn Bahn und Bus leise, Handy auf lautlos, Rucksack vorn tragen, Müll mit nach Hause nehmen.

LassNicht im Gehen essen oder telefonieren, nicht auf den Bahnsteig drängeln, Markierungen beachten.

Fotografie

TuVor Porträts kurz nachfragen („Shashin, ii desu ka?“), bei Geiko/Maiko in Gion immer mit Abstand.

LassIn Schreinen, Museen, Kabuki-Vorstellungen und manchen Restaurants ohne Erlaubnis nicht fotografieren.

Geschenke

TuOmiyage aus der Heimat mitbringen, mit beiden Händen überreichen, hübsch verpackt.

LassSets mit vier Stück vermeiden (4 = Tod). Weiße Blumen sind für Beerdigungen.

Grundton

Wenn du unsicher bist, ist „leise & langsam“ fast immer richtig.

Niemand erwartet, dass du jedes Detail kennst. Eine kleine Verbeugung, ein leises Sumimasen und der Versuch, sich anzupassen, werden mit großer Geduld erwidert.